Gedanken zu Auffahrt

Nu isser wech! So sagt man in Westfalen.
Nun ist er fort.
Noch ein paar Abschiedsworte.
Noch ein paar Aufgaben.
Noch ein Segen.
Dann entschwindet Jesus vor den Augen seiner Jünger und vielleicht auch der Jüngerinnen.
Plötzlich allein.
Wie soll es jetzt weitergehen? Rückkunft sicher aber unbestimmt. Nach einem Abschied kann ich nicht direkt nach Hause gehen. Taten die JüngerInnen auch nicht, sondern gingen erst einmal in den Tempel, ins Haus Gottes, lobten ihn und überlegten. Was tun bis zur Wiederkunft von Jesus?
Beten ist schon mal gut.
Und zusammenbleiben, damit die Bewegung nicht auseinanderfällt.
Wunder tun, den Anbruch von Gottes Reich verkündigen bis an das Ende der Zeiten und der Welt. Jesus hat uns einen Stellvertreter angekündigt. Aber wann kommt der? (Wir wissen es: Der Heilige Geist an Pfingsten). Und wo ist Jesus jetzt? Weiss keiner.
Im Himmel. Wie sieht es da denn aus?
Wie wird dort die Reihenfolge sein?
Gibt wahrscheinlich keine.
Auf jeden Fall ist es ein gutes Zeichen, dass Jesus aufgefahren ist. Es geht also nach oben, nicht abwärts. Warten wir noch ein paar Tage bis zum nächsten grossen Fest.
Bisher hat Jesus ja seine Versprechen immer gehalten. Er schickt uns jemanden.
Bis dahin müssen wir selber klarkommen. Aber wir haben ja seinen Segen. Und es geht aufwärts.
In Westfalen versteht mich keiner, wenn ich von Auffahrt rede. Dort heisst’s Himmelfahrt. Auffahrt gefällt mir viel besser, denn es geht aufwärts. ub