Weihnachten – da kommt der Himmel auf die Erde

Lieferengpässe, eine schwierige Gesellschaft- und Gesundheitssituation, das erste Mal ohne die Lieben.
Gerade an Weihnachten fliessen Tränen. Schon der humorvolle Dichter Heinz Erhardt hat dies im Gedicht «Feste» ernst beschrieben. An Weihnachten liege so manche Wunde offen: Verlassen, arm, geplagt von Schuldgefühlen und Traurigkeit. Dabei sollten wir uns freuen, denn Gott ist uns erschienen. Das Osterfest dagegen ist zum Eier-Fest der Fröhlichkeit geworden, obwohl Jesus doch gerade erst vorgestern gestorben ist. Das Kind in der Krippe kennt den seelischen Schmerz, geboren in Armut und von den Menschen verstossen, doch nicht von Gott.
Wir könnten ausprobieren, wie es ist, wenn sich die Botschaft in uns einnistet und uns erfüllt: «Und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen.» Das sind Zukunftsworte. Aber die Tränen werden schon jetzt ganz real abgewischt mit dem Taschentuch und im übertragenen Sinn in der Arbeit der Spitäler, Kliniken, Hospizen und Besuchskreisen. Wir wollen auch in der Kirchgemeinde dem Himmel auf Erden nachspüren in den Gottesdiensten und Feiern.
Wir wünschen: Gesegnete Adventstage und ein wunderbares Weihnachtsfest! id