Recht auf Gottesdienste - Mit und ohne Zertifikat

Liebe Kirchbürgerin, lieber Kirchbürger
Der Entscheid des Bundesrates, ab 13. September die Zertifikatspflicht auszuweiten und auch auf Gottesdienste ab 50 Personen anzuwenden, hat in unserer Vorsteherschaft kontroverse Diskussionen ausgelöst und uns alle vor organisatorische Probleme gestellt. Grundsätzlich unterstützt sie alle Massnahmen, die der wirkungsvollen Eindämmung der Pandemie dienen, die Hygienemassnahmen zum Beispiel, aber auch die Zertifikatspflicht im Sinne der 3G-Regel «geimpft, genesen oder getestet». Diese gibt uns und unseren Mitmenschen einen gewissen Schutz vor neuen Ansteckungen.
Jedoch erachtet sie es ebenso als zentral, allen unseren Gemeindegliedern den Zugang zum sonntäglichen Gottesdienst in der Kirche und damit die Begegnung mit Mitmenschen und Gott offen zu halten, auch nicht geimpften – aus welchen Gründen auch immer – oder solchen, die schwer an Tests herankommen. So haben wir den Gottesdienstplan für Oktober dahingehend abgeändert und erweitert, dass an jedem Sonntag in einer der beiden Kirchen ein Gottesdienst auch ohne Zertifikat besucht werden kann. Unser Busdienst unterstützt Sie dabei in Ihrer Mobilität. Die Erfahrungen werden aufzeigen, in welcher Form dieses Grundprinzip des freien Zugangs zum Gottesdienst auch auf die kommenden Wintermonate angewendet, respektive weiterentwickelt werden kann.
Genieren Sie sich nicht, bei Fragen, Problemen oder Anregungen mit uns das Gespräch zu suchen, die Kontaktdaten finden Sie in dieser Chileposcht-Ausgabe. So wünschen wir Ihnen auch in unserer belasteten Zeit Stärkung, Zuversicht und Freude.
Für die Kirchenvorsteherschaft:
Walter Berger, Präsident