Geh aus mein Herz, und suche Freud!

Kirchenchorreise 2019 Viel Interesse am Talerschwingen<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>evang-sulgen.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>9</div><div class='bid' style='display:none;'>696</div><div class='usr' style='display:none;'>6</div>

An einem strahlend schönen, wolkenlosen Sommertag flog der Evangelische Kirchenchor Sulgen-Kradolf aus zur traditionellen Chorreise. Durch grüne Wiesen und sanfte Hügel fuhr der Car die muntere Schar zum ersten Ziel Kirche Flawil, wo der Chor unter der Leitung von Paolo d’Angelo den von Pfrn. Melanie Muhmenthaler gestalteten Gottesdienst durch die fünfteilige Schwedische Messe musikalisch umrahmte.
Walter Berger
Im Zentrum stand das bekannte Kirchenlied «Geh aus mein Herz, und suche Freud» des Theologen Paul Gerhardt. Alle 15 Strophen wurden wechselnd von der Gemeinde und vom Chor gesungen und von der Pfarrerin inhaltlich ausgelegt, was zum eindrücklichen Erlebnis für alle wurde und als sinnstiftendes Leitmotiv für die ganze Reise geeignet war. In originellen Lounches, am wunderbaren Schatten unter weit ausladenden Kastanienbäumen, liessen die Chormitglieder den Auftritt ausklingen bei Kaffee und Guetsli und genossen das gesellige Zusammensein, ehe der Car die Gruppe zum Brauereigasthof Freihof in Gossau führte, wo sie sich mit einem köstlichen Mittagessen stärkte und mit einem vielfältigen Angebot an Getränken den Durst löschte.
Die Reise führte weiter über Waldstatt ins Appenzellerland nach Urnäsch, wo der Besuch des Museums für einen kulturellen Höhepunkt sorgte. Dieses gibt auf anschauliche Weise Einblick ins heimische Brauchtum, das auch heute noch aktiv gelebt wird: Die schönen und wüsten Silvesterchläuse beeindruckten ebenso wie der Fasnachtsumzug mit dem mächtigen Stamm aus Tannenholz, Bloch genannt, und die Trachten, Geräte und kunstvollen Schnitzereien der Sennen. Einige übten sich mit einigem Erfolg im Talerschwingen.
Die nächste Reiseetappe führte uns über Appenzell und Gais zum Ausflugsrestaurant Oberer Gäbris. Einige nutzten die Gelegenheit für eine kurze Wanderung zur körperlichen Ertüchtigung und zum Wecken des Appetits, denn bald war das Nachtessen angesagt. Doch vorher genoss der Chor bei einem Aperitif im Freien die prächtigen Ausblicke ins Vorarlbergische, ins Bündnerland und zum Alpstein. Es lag wohl eher am reizvollen Ort als am Essen, dass die Stimmung ihren Höhepunkt erreichte und kraftvoll gesungene Lieder den Dank gegenüber Gottes wundervoller Schöpfung und den erlebnisreichen Tag zum Ausdruck brachten.
Die Rückreise über St. Gallen verlief beschaulich und gemütlich und führte uns bald nach Hause zurück. Die beiden umsichtigen Organisatorinnen Reni Fehr und Doris Munz durften schliesslich den verdienten Dank der Präsidentin Christine Graf entgegennehmen. Diese interessante und stimmungsvolle Reise wird wohl noch einige Zeit in lebendiger Erinnerung bleiben.