Jahreslosung 2019 – Suche den Frieden und jage ihm nach

Jahreslosung 2019<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>evang-sulgen.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>9</div><div class='bid' style='display:none;'>673</div><div class='usr' style='display:none;'>6</div>

Suchen und Jagen. Zwei Aufforderungen. Frieden hat es wohl nötig, dass wir uns
doppelt um ihn bemühen. Im Grossen und im Kleinen. Suchen und Jagen. In beiden Worten stecken Aktivität und Ausdauer. Frieden stellt sich nicht von alleine ein. Auf Frieden kann man nicht warten. Ich muss etwas für ihn tun. Was? Zum einen, auf Vergeltung verzichten. Wirklicher Frieden wurde noch nie mit einem Krieg erzielt.
Zum Zweiten, verstehen lernen: Die eigentliche Wurzel des Unfriedens liegt nicht in äusseren Taten, sondern im Innern des Menschen. Bevor ein Krieg ausbricht, hat er längst schon in den Herzen der Menschen begonnen. «Da Kriege im Geist der Menschen entstehen, muss auch der Friede im Geist der Menschen verankert werden.» (Unesco-Präambel)
Deshalb drittens die Frage: Warum haben wir uns daran gewöhnt, riesige Arsenale von Waffen zu horten? Wir liefern Waffen in alle möglichen Teile der Welt und wundern uns, wenn sie eingesetzt werden. Menschen, die sich radikal für Abrüstung einsetzen, werden misstrauisch beäugt. Ihr Suchen und Jagen nach Frieden wird oft als staatsfeindlich angesehen. Da stimmt doch etwas nicht.
Wer dem Ausflug in die grosse Friedenspolitik nicht folgen mag, der kann zu Hause anfangen. Er kann sich von dem Mönch erzählen lassen, zu dem in die Klosterzelle ein Besucher kommt, mit der Frage: «Sag mir, was kann ich als einzelner, kleiner Mensch zum grossen Frieden beitragen?» Der Mönch antwortet: «Wenn Du gleich das Zimmer verlässt, dann schlag die Tür nicht so laut zu.»
Schlag die Tür nicht so laut zu. Wörtlich genommen oder übertragen verstanden: Jede Tür, die nicht zugeschlagen wird, ist ein Beitrag zum Frieden. fs